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Im Rahmen
des Stadtentwicklungskonzepts Stuttgart (STEK) wird im so genannten
Impulsprojekt 3 unter dem Titel "Hospitalviertel - Stärkung der Wohnfunktion"
auch das Hospitalviertel speziell betrachtet.
Den Wortlaut aus der
Broschüre "Stadtentwicklungskonzept Stuttgart - Strategie 2006", herausgegeben
vom Referat Städtebau der Landeshauptstadt Stuttgart stellen wir Ihnen an dieser
Stelle mit freundlicher Unterstützung des Amtes für Stadtplanung und
Stadterneuerung zum Nachlesen zur Verfügung.
Hospitalviertel - Stärkung der
Wohnfunktion
Dem
Hospitalviertel kommt mit seiner zentralen Lage als „Gelenk“ zwischen dem
historischen Stadtkern, dem Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, dem
Bosch-Areal und der Universität besondere Bedeutung für die weitere
Stadtentwicklung zu. Einst war dieses Quartier eine attraktive Wohnadresse, nach
den Kriegszerstörungen und dem Wiederaufbau ist es heute gekennzeichnet durch
hohe Freiraumversiegelung, vernachlässigte öffentliche Räume und eine
fortgeschrittene Tertiärisierung. Aufgrund seiner Bebauungsstruktur und der Nähe
zu vielfältigen Infrastruktureinrichtungen bietet das Hospitalviertel große
Potenziale für die Entwicklung eines zukunftsfähigen urbanen Wohnstandorts. Dazu
fehlen ein Erstimpuls und „couragierte Pioniere“ für urbanes Wohnen. Als einer
der Hauptakteure ist hier auch die Kirche als Grundstückseigentümerin gefordert.
Bausteine für eine
nachhaltige Aufwertung des Hospitalviertels sind:
- Die Stärkung der Wohnfunktion mit dem Ziel
einer Belebung rund um die Uhr (z. B. die Umnutzung von leerstehenden
Büroflächen in Wohnraum),
- eine Verringerung von Freiraumdefiziten
durch Hofbegrünungen und Entsiegelung von Flächen,
- die Vermeidung von weiterer Inanspruchnahme
von Freiflächen (z. B. hinter dem Jugendhaus) für bauliche Verdichtung,
- eine attraktive Gestaltung des öffentlichen
Raums (z. B. durch ein Beleuchtungskonzept, die Ausbildung von Baumreihen,
Parken unter Bäumen etc.),
- die Aufwertung und Gestaltung der
stadtbildprägenden Raumfolge und wichtigen Querbeziehung Russische Kirche -
Seidenstraße - Bosch-Areal, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle - Berliner
Platz - Fritz-Elsas-Straße - Rotebühlplatz - Königstraße - Eberhardstraße,
Tagblatt-Turm - Torstraße - Wilhelmsplatz - Wilhelmstraße - Schickstaffel -
Bopser - Weißenburg
- die Aufwertung der stadtbildprägenden
Raumfolge und wichtigen Querbeziehung Hegelplatz - Holzgartenstraße - Kultur-
und Kongresszentrum Liederhalle - Platz der Deutschen Einheit - Büchsenstraße -
Hospitalkirche, Hospitalplatz - Büchsenstraße - Schulstraße - Rathaus,
Marktplatz - Marktstraße - Leonhardskirche, Leonhardsplatz - Pfarrstraße -
Katharinenplatz. Wichtige Impulse können hierbei insbesondere von der Aufwertung
des Hospitalplatzes durch eine Reduktion der Parkplätze und ein attraktives
Bodenbelags- und Beleuchtungskonzept ausgehen.
(Quelle:
Stadtentwicklungskonzept Stuttgart 2006, Hrsg. Landeshauptstadt Stuttgart,
Referat Städtebau, Amt für Stadtplanung und Erneuerung, April 2006)
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